Die erste Schweizer Biokraftstoffraffinerie.

Bis 2029 will Helvoil die Schweizer Umstellung auf erneuerbare Biokraftstoffe der nächsten Generation massgeblich vorantreiben.

Unser Standort

Auf einer strategischen Schweizer Industrie­plattform.

Helvoil errichtet seine Raffinerie am CIMO-Standort in Monthey (VS), einem der fünf strategischen Industriestandorte der Schweiz und einem Chemiezentrum, auf das ein bedeutender Anteil der Walliser Exporte entfällt.

Sicherheit

Der Standort ist ein Kompetenzzentrum für HSSE und gewährleistet einen sicheren Betrieb für Mitarbeitende, andere Standortnutzer und die lokale Bevölkerung. Er betreibt ein eigenes Krisenzentrum, eine Feuerwehr und einen Erste-Hilfe-Dienst und ist für Notfälle eng mit der Stadt Monthey und dem Kanton Wallis vernetzt.

Gemeinsam genutzte Infrastruktur

Die Anlage ist vollständig in die Gasinfrastruktur und das Stromnetz des Standorts integriert. Zudem stellt der Standort Dampf, Kühlwasser, Abwasserbehandlung und Instrumentenluft bereit. Über Schiene und Strasse kann Helvoil Rohstoffe empfangen und mehr als 80 % der Roh- und Endprodukte per Bahn an- und ausliefern. Die Investition in das neue Bahnterminal optimiert die Lieferkette zusätzlich.

Lokales Fachwissen

Die Region Monthey und die interkantonale Berufsfachschule für Chemie bieten einen grossen Pool an Fachkräften für Helvoil. Rund um den CIMO-Standort ist ein Ökosystem von Ingenieur- und Instandhaltungs-KMU entstanden. Dies stärkt das chemische und industrielle Wissen und die Erfahrung in der Region.

Regulatorisches Fachwissen

Der grosse Chemiecluster im Wallis verschafft den regionalen Behörden umfassende Erfahrung mit chemischen Verfahrenstechnologien und deren sicherem Betrieb. Dies unterstützt effiziente Bewilligungsverfahren für den Bau und Betrieb chemischer Anlagen.

Durch die Integration in CIMO verkürzt Helvoil die Zeit bis zur Inbetriebnahme, minimiert seinen Flächenbedarf und profitiert von einem erstklassigen Sicherheits- und Umweltrahmen.

Luftaufnahme von Monthey mit dem erweiterten CIMO-Gelände in Gold und dem ungefähren Standort der künftigen Helvoil-Anlage
Künftige Helvoil-Anlage, ungefährer StandortQuelle: Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Was wir bauen wollen

Eine Schweizer Premiere – verantwortungsvoll geplant und gebaut.

Teil 1

Die Raffinerie

Die Raffinerie von Helvoil wird in enger Abstimmung mit der Gemeinde Monthey, dem Kanton Wallis und dem Bund sowie im laufenden Dialog mit der Bevölkerung und Umweltverbänden entwickelt und ist eine Premiere für die Schweiz. Ab 2029 erhält die Schweiz ihre erste Biokraftstoffraffinerie mit einer Gesamtproduktion von über 80 000 Tonnen HVO, SAF und Bionaphtha pro Jahr.

Die Anlage umfasst vier zentrale Prozessschritte und ein vollständig neues Tanklager für Rohstoffe und Endprodukte. Dazu gehören Verladeanlagen für Bahn und Lastwagen. Anlage und Terminal werden nach dem Stand der Technik (BAT) sowie nach höchsten Sicherheits- und Umweltstandards gebaut.

Teil 2

Eine sichere und umweltverträgliche Anlage

Die Erfüllung sämtlicher behördlicher Anforderungen an Sicherheit und Umweltschutz ist erst der Ausgangspunkt. Mit bewährten Verfahren und, wo immer möglich, über die geltenden Vorschriften hinaus schützt Helvoil Mitarbeitende, Partner und die umliegende Bevölkerung.

Auf der CIMO-Plattform können eingehende Rohstoffe und ausgehende Mengen von HVO, SAF und Naphtha überwiegend per Bahn transportiert werden. Das reduziert Logistikemissionen, Lärm und lokale Belastungen.

Teil 3

Ein künftiger Arbeitgeber für den Kanton

Nach der Inbetriebnahme im Jahr 2029 rechnet Helvoil mit rund 50 direkt geschaffenen qualifizierten Arbeitsplätzen im Wallis – von Ingenieurinnen und Verfahrensoperatoren bis zu Fachpersonen für Nachhaltigkeit und Compliance.

Das Projekt stärkt die wirtschaftliche Vitalität des zweisprachigen Kantons und verankert hochwertige industrielle Kompetenz in der Region.

Isometrische Illustration der Helvoil-Raffinerie für erneuerbare Kraftstoffe mit Lagertanks und Prozessanlagen
Illustrative Visualisierung der künftigen Helvoil-Raffinerie

Unsere Technologie

Vom Abfall zum fertigen Kraftstoff.

Helvoil wandelt abfall- und reststoffbasierte Rohstoffe (Lipide) mit der Vorbehandlungstechnologie von Desmet sowie den HydroFlex- und H2Bridge-Technologien von Topsoe in erneuerbare Drop-in-Kraftstoffe um. Alle diese Technologien sind weltweit bereits in mehreren Anlagen im Einsatz.

  1. 01

    Vorbehandlung

    Gebrauchte Speiseöle, tierische Fette und andere Restöle werden gereinigt, um die Katalysatoren zu schützen und eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen.

  2. 02

    Hydrierung

    Der Rohstoff reagiert über Katalysatoren mit Wasserstoff. Dabei wird Sauerstoff entfernt und die Öle werden in desoxygenierte, überwiegend paraffinische Kohlenwasserstoff-Zwischenprodukte umgewandelt.

  3. 03

    Isomerisierung

    Die Moleküle werden neu strukturiert, um hervorragende Kälteeigenschaften und zuverlässige Leistung unter alpinen Bedingungen zu erzielen.

  4. 04

    Fraktionierung

    Das Produkt wird in fertiges HVO, SAF und Bionaphtha aufgeteilt.

Jede Charge wird vom Ursprung des Rohstoffs bis zur Lieferung nachverfolgt, nach internationalen Spezifikationen wie EN 15940 und ASTM D7566 hergestellt und nach ISCC-Nachhaltigkeitssystemen zertifiziert. Die nachgewiesene Reduktion der Lebenszyklus-CO₂-Emissionen beträgt bis zu 90 %.

Unser Fahrplan

Vom Projekt zur Produktion.

Die Entwicklung von Helvoil folgt einem schrittweisen Weg vom Konzept bis zum vollständigen Betrieb.


  1. 01

    Definition und Engineering

    Projektdefinition, Machbarkeitsstudien, Front-End Engineering Design (FEED) und Strategie für die Rohstoffbeschaffung.

  2. 02

    Bewilligungen und Konsultation

    Umweltverträglichkeitsprüfung, Bau- und Betriebsbewilligungen sowie laufender Dialog mit Behörden, Bevölkerung und Umweltverbänden.

  3. 03

    Bau und Inbetriebnahme

    Rückbau bestehender Tanks, Installation der vier Prozesseinheiten und neuer Lageranlagen, anschliessend Inbetriebnahme.

  4. 04

    2029 · Produktionsstart

    Erste Produktion von HVO, SAF und Bionaphtha; Vertrieb an Schweizer Kunden über Nesource AG, die Vertriebsgesellschaft von Helvoil.